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Windkraft im Wald

FDP Georgenthal, Riccardo Hermann für Verantwortung in der Windkraft

FDP Georgenthal

Windkraft im Wald

Statement zu meinem gestrigen Veranstaltungen Thema Windkraft im Wald und im Anschluss Lebensraum Apfelstädt in den Kommentaren.
Vielen lieben Dank an alle Beteiligten für die konstruktiven Veranstaltungen

Am 8. Juni habe ich die beiden Veranstaltungen im Thüringer Waldblick auf dem Boxberg zum Thema Windkraft sowie zum Thema „Lebensraum Apfelstädt“ organisiert und begleitet. Mein Ziel war es, den Dialog über beide Themen zusammenzuführen und mir zugleich ein eigenes Bild davon zu machen, wie eng sie miteinander verknüpft sind.

Für mich als gebürtigen Thüringer ist die Frage der Windkraft im Wald von besonderer Bedeutung. Thüringen trägt nicht ohne Grund den Beinamen „Grünes Herz Deutschlands“. Dieses Herz ist nicht nur ein Symbol unserer Heimat, sondern auch ein wertvoller Naturraum, den wir kommenden Generationen erhalten müssen.

Naturschutz darf nicht zum bloßen Lippenbekenntnis werden. Wer den Wald schützt, schützt Lebensräume, Wasserhaushalt und Artenvielfalt. Deshalb halte ich es für zwingend erforderlich, die Auswirkungen des Ausbaus von Windkraftanlagen im Wald kritisch und ehrlich zu hinterfragen. Aus meiner Sicht darf Natur nicht für politische Zielvorgaben geopfert werden, insbesondere dann nicht, wenn zentrale Fragen zur Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit weiterhin kontrovers diskutiert werden.

Besonders beschäftigt hat mich dabei die Verbindung zur Apfelstädt. Schon heute erleben wir immer wieder Phasen von Niedrigwasser. Deshalb stellt sich die berechtigte Frage, welche Auswirkungen Eingriffe in die Waldflächen und Wassereinzugsgebiete langfristig auf den Wasserhaushalt unserer Region haben können. Wer über Windkraft im Wald spricht, darf die Folgen für Bäche, Flüsse und Grundwasser nicht ausblenden.

Beide Themen bewegen viele Menschen in unserer Heimat. Doch betrachtet man sie gemeinsam, wird deutlich, dass die Herausforderungen weit über einzelne Projekte hinausgehen. Es geht um die grundsätzliche Frage, wie wir Klimaschutz, Versorgungssicherheit und den Schutz unserer einzigartigen Natur miteinander in Einklang bringen.

Ich  werde an diesen Themen dranbleiben. Deshalb haben wir gestern vereinbart, eine sachliche Diskussionsrunde mit Thüringens Umweltminister Tilo Kummer anzustreben. Gerade bei so weitreichenden Entscheidungen braucht es einen offenen Dialog, wissenschaftliche Fakten und den Mut, auch unbequeme Fragen zu stellen.

Riccardo Hermann

FDP Georgenthal

Kachel