FDP Kreisverband Gotha

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Wahlprogramm der FDP Kreis Gotha

Kommunalwahlen 2024



Wahlen zum Kreistag Gotha

am 26. Mai 2024



Wahlprogramm



Deshalb sollten Sie die Kandidaten der FDP wählen!

Unseren Landkreis für alle Menschen

zukunftssicher gestalten!



Vorwort

Mit unserem Kommunalwahlprogramm wollen wir unseren Landkreis lebenswerter machen und

die anstehenden Probleme unseres Landkreises lösen. Die Region soll damit vor dem Hintergrund

von Umbrüchen und Tradition für alle Menschen zukunftsfähig werden!

Damit wir unsere Ziele erreichen können, haben wir uns vornehmlich auf die Punkte konzentriert,

die uns als Kreisverband wichtig erscheinen. Wir stehen für authentische Politik vor Ort und wollen

gestalten. Auch große Themen werden damit nicht ausgespart, sofern wir zur Lösung auf

kommunaler Ebene beitragen können.

Unsere Kandidaten für den Kreistag sind Väter und Mütter, Kinder, Enkel und Großeltern,

Angestellte und Unternehmer - ganz normale Menschen, die die Herausforderungen des Alltags

selbst meistern und in einem fairen Diskurs permanent Ideen zur Verbesserung der

Lebenssituation Aller entwickeln. Wir gehen nicht ängstlich in die Zukunft, sondern wollen diese

konstruktiv gestalten.

Deshalb geben Sie Ihre drei Stimmen den Kandidaten der FDP!

Ihr Christian Döbel



Inhaltsverzeichnis

Vorwort ………………………………………………………………………………………………………………… 1

Inhaltsverzeichnis ………………………………………………………………………………………………….. 2

Bildung bedarfsgerecht …………………………………………………………………………………………… 3

Verwaltung als Dienstleister …………………………………………………………………………………….. 4

Stärkung des ländlichen Raumes ……………………………………………………………………………… 4

Jugend beteiligen …………………………………………………………………………………………………… 4

Wirtschaftsförderung hoch, Steuern runter …………………………………………………………………. 5

Umwelt schützen……………………………………………………………………………………………………. 5

Vereine fördern ……………………………………………………………………………………………………… 5

Integration ausländischer Mitbürger ………………………………………………………………………….. 6

Tourismus …………………………………………………………………………………………………………….. 6

Soziales und Energie ……………………………………………………………………………………………… 6



Bildung bedarfsgerecht

Wir werden uns bei der Schulnetzplanung im Grundschulbereich für den Grundsatz „Kurze

Beine – kurze Wege!“ einsetzen. Das heißt, die Grundschulen im ländlichen Raum sind

unbedingt zu erhalten! Grundschulen gehören wie auch Kindergärten ins Dorf und werten

diese als weiche Standortfaktoren auf.

Im Regelschul- und Gymnasialbereich gilt für uns der Grundsatz „Qualität kommt vor

Quantität!“. Schulen mit einem hohen Ausstattungsgrad und entsprechenden räumlichen

Kapazitäten sowie Schülerzahlen werden weiter ausgebaut und modernisiert. Dadurch

werden sie ertüchtigt, Schülerinnen und Schüler aus sanierungsbedürftigen Schulen mit

teilweise unter den gesetzlichen Vorgaben liegenden Schülerzahlen aufzunehmen. Dies ist

neben dem Faktor der Bildungsgerechtigkeit gleichzeitig ökonomisches Gebot. In diesem

Kontext ist auch der Einsatz der von der Bundesregierung zur Verfügung gestellten Mittel zur

Digitalisierung an den Schulen zu sehen. Gemeinsam mit dem Schulamt Westthüringen und

dem Schulverwaltungsamt des Landratsamts ist zu überprüfen, welche Schulen des

Landkreises als Brennpunktschulen einzustufen sind und inwieweit die vom Bund

bereitgestellten Fördermittel beantragt und genutzt werden können. Wir setzen uns für die

Erhaltung aller derzeit bestehenden Schulformen ein!

Unser Motto: „Bildung fürs Leben”. In einer sich ständig verändernden Welt wird

Erwachsenenbildung und lebenslanges Lernen immer wichtiger. Die Volkshochschule (VHS)

nimmt ihren gesellschaftlichen Auftrag bereits sehr gut wahr und soll darin weiterhin unterstützt

werden, um noch stärker von vielen Menschen genutzt zu werden. Wir wollen für den Kreis Gotha

die VHS deshalb auf eine neue Stufe heben. Sie soll zu einem Erwachsenenbildungszentrum

ausgebaut werden, um Umschülern, Spätentschlossenen oder auch Menschen mit

Migrationshintergrund die Teilhabe in den Arbeitsmarkt der Zukunft zu erleichtern. Insbesondere

die technische Ausstattung soll dabei modernisiert werden, damit etwa wieder ein eigener PC-Pool

zur Verfügung steht und diese Ausbildungsstätte auch für Unternehmen interessanter wird. Die

Zusammenarbeit zwischen allen berufsbildenden Schulen, so auch der German Professional

School, soll gestärkt werden.

Zur Bekämpfung des Lehrermangels hat der Gothaer Kreisverband der FDP einen

Gesetzesvorschlag in den Thüringer Landtag eingebracht, auch wissenschaftliche Mitarbeiter auf

freiwilliger Basis zum Schuldienst (max. 10 Stunden/ Woche) verpflichten zu können. Für dieses

Gesetz setzen wir uns weiterhin ein.

Außerdem setzen wir uns für den polytechnischen Unterricht ein, da damit der Fachkräftemangel

mittelfristig beseitigt werden kann und die Problemlösungskompetenzen, die damit vermittelt

werden, in allen Berufsbildern wichtig sind.



Verwaltung als Dienstleister

Durch moderne Methoden der Digitalisierung sollen Verwaltungsvorgänge beschleunigt,

vereinfacht und auch außerhalb der Öffnungszeiten der Behörden verfügbar gemacht werden.

Dabei ist uns wichtig, dass nicht nur die Antragstellung, sondern der gesamte Vorgang

digitalisiert wird. Bis wir die Digitalisierung in allen Bereichen der Verwaltung umgesetzt

haben, setzen wir uns für bürgerfreundliche Öffnungszeiten wichtiger Ämter ein, damit sie vor

allem von Berufspendlern genutzt werden können.

Den Bau eines neuen Landratsamts auf der grünen Wiese lehnen wir ab. Denn vor dem

Hintergrund der demographischen Entwicklung sowie der zunehmenden Digitalisierung sind

solche Prestigeprojekte für die Bürgerinnen und Bürger unsinnig.

Wir werden uns für eine Wiederbelebung der Verbraucherberatungsstelle in Gotha einsetzen. Die

Mitarbeiter dieser Einrichtung beraten und unterstützen Bürgerinnen und Bürger des Kreises bei

der Bewältigung von alltäglichen Problemen, insbesondere im Verbraucherrecht, Mietrecht,

Vertragsrecht und anderem mehr.



Stärkung des ländlichen Raumes

Frei nach dem Motto „Auf dem Land sind Arzt und Bus ein Muss!”, setzen wir uns für eine bessere

Erreichbarkeit des ländlichen Raums mit ÖPNV sowie eine konsequente Förderung der

Ansiedlung von (Fach-)Ärzten im ländlichen Raum ein. Dabei soll ein besserer Abgleich des ÖPNV

mit den Schichten der Gewerbebetriebe, auch am Wochenende, erreicht werden. Auch

landkreisübergreifende Konzepte unterstützen wir aktiv.

Zu den weichen Standortfaktoren der Wohngebiete im ländlichen Raum gehört auch die

Erreichbarkeit der Kreisstadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln an allen Wochentagen. Deshalb soll

ein Verkehrsplan entwickelt werden, der den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger, auch auf

dem Land, gerecht wird. Dabei sind einerseits freie Ressourcen durch Vermeidung von

Parallelverkehr (Wald- und Straßenbahn sowie Stadt- und Überlandbuslinien) zu erschließen und

andererseits die Möglichkeiten für „Ruf-Busse“ zu prüfen.

Für eine immer älter werdende Gesellschaft, auch im Kreis Gotha, hat eine gute medizinische

Versorgung hohe Priorität. Deshalb werden wir uns dafür einsetzen, in Zusammenarbeit mit der

Kassenärztlichen Vereinigung Maßnahmen zu unterstützen, die den Bedürfnissen gerecht

werden. Dies bezieht sich auf die Schaffung von Praxen im ländlichen Raum und deren

Nachbesetzungen.

Zusammen mit dem von uns geforderten Erhalt der Schul- und Kindergarteninfrastruktur sollen

diese Maßnahmen den ländlichen Raum für junge Familien attraktiver machen.



Jugend beteiligen

Jugendliche für Politik, insbesondere auch für Kommunalpolitik, zu sensibilisieren, sollte ein

Auftrag für die Kreisverwaltung sein. Deshalb setzen wir für die Unterstützung des

Kreisjugendparlaments ein. Gewählte Jugendliche werden so in Diskussionen und

Entscheidungsprozesse einbezogen, die vordergründig ihre Belange betreffen und lernen

gleichzeitig das Zustandekommen demokratischer Entscheidungen kennen.

Wirtschaftsförderung hoch, Steuern runter

Wir wollen den Kreis Gotha zukunftsfähig machen. Dafür soll das Amt für Wirtschaftsförderung die

Ansiedlung von technologiebasierten Unternehmen stärker in den Fokus rücken, indem es für die

nötige Infrastruktur einsetzt (Glasfaseranbindung, Programmierlizenzen, etc.) und gleichzeitig den

Kontakt zu Hochschulen in diesem Bereich intensiviert.

Für den Kreis benötigen wir ein durchdachtes Wirtschaftsförderungskonzept. Dieses sollte darauf

abzielen, neue und zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen, die Infrastruktur in und um die

Gewerbegebiete zu optimieren und den Kreis bekannt und attraktiv zu machen.

Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass die Steuern und Abgaben sowie die Bürokratie

insbesondere für die Unternehmen deutlich gesenkt werden. Vor dem Hintergrund der derzeitigen

Wirtschaftskrise ist ein Aufwuchs an Vorschriften und Pflichtabgaben nicht zu erklären. Wir

bekennen uns klar zu den Unternehmerinnen und Unternehmern im Landkreis, die vor Ort die

Arbeitsplätze schaffen und den Wohlstand erwirtschaften. Außerdem unterstützen wir die

Entwicklung von lebenswerten Wohngebieten im Landkreis.



Umwelt schützen

Wilde Ablagerungen von Sperrmüll und Restmüll im Kreisgebiet und vor allem in der Umgebung

der Kreisstadt lassen darauf schließen, dass das Entsorgungssystem Defizite aufweist. Wir

werden uns dafür einsetzen, dass mit Hilfe eines verbesserten Gesamtkonzepts dieser Zustand

geändert wird. Eine Möglichkeit sehen wir hierfür in einer organisierten Sperrmüllentsorgung, die

turnusmäßig, straßenzugsweise im Stadtgebiet und den Ortschaften des Landkreises

durchgeführt wird.

Um junge Familien zu entlasten, setzen wir uns dafür ein, kostenlose Windelsäcke bereit zu stellen.

Windräder nebst zugehöriger Infrastruktur wie Zuwegungen und Stromtrassen in geschlossenen

Waldgebieten lehnen wir im Grundsatz ab. Außerdem werden wir uns für das Ökosystem

Apfelstädt einsetzen, das durch die Westringkaskade akut gefährdet ist.



Vereine fördern

Sportvereine sowie Vereine in allen gesellschaftlichen Bereichen bedürfen weiterhin einer

zielgerichteten Förderung. Wir sehen es als Auftrag an, die Vereine und deren meist ehrenamtliche

Macher im Rahmen des Kreishaushalts weiterhin finanziell zu unterstützen. Daneben ist nach

unserer Auffassung die Kreisverwaltung verpflichtet, die Vereine bei der Nutzung von

Fördermaßnahmen durch das Land und den Bund zu unterstützen.

Wir wollen insbesondere kostenlose Fortbildungsangebote, damit der Einsatz als Ehrenamtlicher

nicht schon beendet ist, bevor er überhaupt beginnen konnte. Desweiteren fordern wir vom

Landratsamt, eine effektivere und effizientere Zusammenarbeit mit den Vereinen im Landkreis

anzustreben.



Integration ausländischer Mitbürger

Die ungeordnete Zuwanderung der letzten Jahre stellt uns vor immer größere Herausforderungen.

Die Zuwanderung muss in geordneten Bahnen erfolgen und unter strikten Vorgaben kontrolliert

und umgesetzt werden. Auf Kreisebene können wir dieses Ziel nicht erreichen!

Wir können uns aber dafür einsetzen, dass Menschen mit Bleiberecht besser integriert werden.

Wir wollen sie deshalb verstärkt mit Bildungsangeboten unterstützen, um sie sprachlich und

fachlich für den hiesigen Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Eine wichtige Verantwortung kommt dabei

insbesondere auf Vereine, Verbände und jeden einzelnen Bürger zu, für eine gelungene

Integration der Zuwanderer zu sorgen. Nur durch eine gelungene Integration können

gesellschaftliche Spannungen, Ängste und Vorurteile abgebaut werden. Auch wird das

Landratsamt aufgefordert, dazu die Nutzung von Bundes- und Landesprogrammen besser

einzusetzen als bisher.

Wenn Zuwanderer sich der Integration verweigern, kriminell oder straffällig werden, setzen wir uns

für eine konsequente Abschiebung dieser Menschen ein. Hier lebende Ausländer sollen statt

Bargeld eine Bezahlkarte erhalten, mit der allerdings weder Drogen noch Alkohol gekauft werden

können.



Tourismus

Eine bessere Beschilderung von Waldwegen, der Einsatz von Wegewarten sowie

gemeindeübergreifende Tourismusangebote sollen mehr Ortsfremde in den Landkreis locken.

Auch die Thüringer Waldbahn soll weiter ausgebaut werden (u. a. in die Gewerbegebiete).

Soziales und Energie

Die Zuschüsse für das Schulessen sollen wie andere Sozialleistungen an die aktuelle

Preisentwicklung angepasst werden.

Außerdem soll im Landkreis eine zentrale Stelle für die Wärmeplanung in den Gemeinden

frühzeitig eingerichtet werden, um Ideen aus einem Guss zu entwickeln. Es darf nicht dauerhaft

so sein, dass man Entwicklungen hinterherläuft.

Zur mittelfristigen Stabilisierung der Energiekosten sowie der Versorgungssicherheit soll eine

Energiegenossenschaft durch den Landkreis gegründet werden. Diese soll mit den Aufgaben der

Erarbeitung und den Betrieb einer eigenen Stromversorgung betraut werden.

 

Kreisverband Gotha 2024